Wer ist online?

Aktuell sind 21 Gäste und keine Mitglieder online

Besucherzähler

Heute1
Insgesamt4146

Kubik-Rubik Joomla! Extensions

<< Zurück zur Übersicht

Dromedar und Marabu

Der Marabu traf Dromedar,

es keuchte schwer - das ist doch klar.

Es hatte Durst, du glaubst es kaum,

kein Wasser gab’s und keinen Baum.

Wo ist der Schatten bloß geblieben,

es muss sich durch die Hitze schieben.

 

Der Marabu stand da und rief:

„He Freund, lauf nicht so krumm und schief.

Was ist mir dir, du großes Tier,

geht’s dir nicht gut, so sag‘ es mir!“

„Du Vogel - halt mal deinen Schnabel,

mir geht es wirklich miserabel.

 

Schon tagelang fehlt mir das Wasser,

ich werde müde, immer blasser.

Die Füße wollen nicht mehr gehen,

ich glaub, ich bleib ganz einfach stehen.

Du fliegst für mich ein Stück voran,

und suchst die Wasserstelle dann.

 

Du kennst dich in der Wüste aus,

und findest es bestimmt heraus,

wo ich mich dann erfrischen kann,

für dich ist es doch schnell getan.

Du kreist im Bogen durch das Land,

Oasen sind dir wohl bekannt.


Dort werde ich dann Urlaub machen

und lass‘ es dann so richtig krachen.“

Der Marabu hört sich das an,

dann stieg er hoch und es begann

die weite, lange  Reise dann,

erschöpft so kam er schließlich an.

 

Er fand sogar die Wasserstelle,

gespeist von einer Wüstenquelle

zehn Dromedare lagen dort,

und jedes lobte diesen Ort.

Der Marabu flog schnell davon

und schrie ganz laut: „Ich komme schon!“

 

Schon kurz darauf kam er zurück

und rief von weitem: „Welch ein Glück!“

Und als es hörte „Quelle!“,

da kam es schneller von der Stelle.

Es rannte jetzt wie wild und frisch

zum reich gefüllten Wassertisch.

 

Es trank sich seinen Höcker voll

und fühlte sich ganz neu und toll.

Warum noch durch die Wüste schieben,

so blieb es an der Quelle liegen.

„Mensch Marabu, du bist ein Held,

weil Freundschaft uns zusammenhält!“

© Hans-Werner Kulinna