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Das Fest des Friedens

 

In den Häusern brennen Kerzen

und niemand ist jetzt gern allein.

Die Kleinen freuen sich von Herzen;

Besinnlichkeit zieht leise ein.

 

Das Fest des Friedens und der Liebe

hat nicht die Chance in jedem Land.

Wenn wenigstens den Kindern bliebe

die ausgestreckte Friedenshand.

 

So wird das Fest auf dieser Welt

wie jedes Jahr zum Risiko.

Ob Weihnachten der Frieden hält,

weiß niemand nirgendwo.

 

Doch jedes Jahr, da lebt ein Keim,

der Hoffnung heißt und Frieden schenkt,

und viele fragen insgeheim,

wann endlich die Vernunft uns lenkt.

 

Der Frieden kommt nicht von allein,

du kannst ihn selbst nur tun.

Steh einfach für den Nächsten ein,

die ersten Waffen würden ruh'n.

 

Das Weihnachtsbuch, das schreibst auch du;

leb’ diese Tage voller Glück,

lass’ deine Achtsamkeiten zu,

sie kehren stets zu dir zurück.

 

Die Stille darfst du nun entdecken,

sie ist das Tor zur Menschlichkeit.

Du brauchst dein Herz nicht zu verstecken,

mach’ dich auf diesen Weg bereit.

 

Und wenn der Weihnachtsstern verblasst,

hol’ stets dein Lachen dir zurück,

pass auf, dass du es nicht verpasst,

es ist dein schönstes Kleidungsstück.

 

Dein Lachen steckt die andern an

und in die Welt zieht Wärme ein;

der kleine Frieden wächst sodann,

bis tief ins neue Jahr hinein.

© Hans-Werner Kulinna